Archiv des Tages: Juni 10, 2023

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1:6 gegen Bietigheim im letzten Ligaspiel: nun steht die Relegation an (oder nicht?)

SV Bietigheim – FV Plittersdorf 6:1 (Hz. 3:1)

Am Freitagabend verlor unsere erste Mannschaft ihr letztes Ligaspiel der Saison 2022/2023 mit 1:6 beim SV Bietigheim. Das Spiel endete mit einer nicht ganz unerwarteten Klatsche, da wir im auf Bitten der Heimelf kurzfristig vorverlegten Spiel nur ein extrem ersatzgeschwächtes Rumpfteam aufbieten konnten. Das Tor für den FVP zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielte Daniel Köppel.

Kommendes Wochenende: vsl. 1. Relegationsspiel beim FC Schwarzach!

Das Daumendrücken für den FV Würmersheim am gestrigen Samstag hat leider nicht geholfen. Aufgrund der 1:2-Niederlage der blauweißen Germanen beim SV Oberwolfach und der Erfolge der Konkurrenz im Tabellenkeller rutschte das Team noch auf den ersten Abstiegsplatz in der Landesliga Staffel 1 zurück. Dieser hat den sportlichen Abstieg zu Folge, unabhängig davon ob Vizemeister Bühl aufsteigt oder nicht.

Ein mittelbadischer Absteiger mehr in der Landesliga bedeutet auch einen zusätzlichen Absteiger in der Bezirksliga Baden-Baden, woraus schließlich eine Maximalanzahl von fünf Absteigern aus beiden Kreisligen A (Nord und Süd) resultiert. Die Teams auf Platz 14 der jeweiligen Staffel – der FC Schwarzach und der FV Plittersdorf – müssen somit Relegationsspiele austragen, die aus sportlicher Sicht nur dann Makulatur werden, wenn der Bezirksliga-Vize FV Ötigheim den Aufstieg in die Landesliga schafft. Da dessen Spiele gegen den Vertreter aus der Ortenau quasi zeitgleich zu den Relegationsspielen der Kreisliga ausgetragen werden, müssen der FVP und Schwarzach auf jeden Fall gegeneinander antreten. Soweit die – verhältnismäßig einfache – Sicht auf das fußballerische Ende der Saison 2022/2023. Sobald die genauen Daten der Relegationsspiele festgelegt sind, werden wir sie an dieser Stelle veröffentlichen!

Was abseits des Platzes sonst noch wichtig ist

Der sportliche Gesichtspunkt ist jedoch nur ein Aspekt, der darüber entscheiden wird, in welcher Liga die Schwarzgelben in der kommenden Saison antreten werden. So haben sowohl Gernsbach und Staufenberg als auch Lichtenau und Scherzheim angekündigt, in der kommenden Saison jeweils eine Spielgemeinschaft gründen zu wollen. Der FV Elchesheim, der als Verbandsliga-Absteiger in der kommenden Saison für die Landesliga qualifiziert ist, hat sogar kundgetan, sich vollständig vom Spielbetrieb zurückzuziehen. Über all diese Entwicklungen wird man jedoch erst am kommenden Donnerstag, 15.6.2023, Gewissheit haben. Bis dahin müssen alle Vereine ihre Teams für die neue Runde gemeldet haben. Lediglich im Murgtal hat man die SG bereits in der Winterpause öffentlichen präsentiert. Bei den anderen drei Teams, und insbesondere bei den Elchesheimern, muss man gespannt sein, welche ungeahnten Wendungen die jeweiligen Entwicklungen noch nehmen werden.

Offiziell entfalten die Mannschaftsmeldungen ihre Wirkungen erst bei der Ligeneinteilung für die neue Saison 2023/2024. Ggf. frei werdende Plätze können dann lt. Verbandsstatuten durch Absteiger der Vorsaison befüllt werden.

Man stelle sich nun vor, Elchesheim verzichtet tatsächlich! Bei einem Bühler Aufstieg würde ein Team in der Landesliga fehlen, Würmersheim würde nachrücken. In Bezirks- und Kreisliga fehlt dann ebenfalls ein Team, selbst der Relegationsverlierer würde somit die Klasse noch halten. Oder die SG zwischen Lichtenau und Scherzheim – in der neuen Saison beide in der A-Klasse – kommt tatsächlich zustande. Erneut würde ein Team – diesmal in der Kreisliga – fehlen, auch hier würde der Relegationsverlierer nachrücken!

Vollkommen undurchsichtig wird die Lage dann, wenn zusätzlich der FV Ötigheim aufsteigen würde. Ein weiterer Nachrücker aus dem Kreis der Tabellen-15. der Kreisliga (Gernsbach und Bühl 2) müsste gefunden werden. Ein Glück, dass Gernsbach in die SG mit Staufenberg geht. Man stelle sich vor, der Verband würde ein Spiel ansetzen, das es aus sportlicher Sicht der Saison 2022/2023 gar nicht geben dürfte, und bei dem darüber hinaus der Sieger bereits feststeht.

Fragen über Fragen, insbesondere zur Sinnhaftigkeit der Relegationsspiele unter den gegebenen Bedingungen, die von den Verbandsverantwortlichen nun kurzfristig beantwortet werden müssen. Es bleibt dem SBFV zu wünschen, bei seinen Entscheidungen ein glückliches Händchen walten zu lassen. Es stellt sich wohl die Frage, ob nicht nur die abgelaufene Saison 2022/2023, sondern auch die Mannschaftmeldungen für die kommende Saison 2023/2024 bei der Ansetzung der Relegation Berücksichtigung finden müsste. Fragwürdige und ggf. wertlose Relegationsspiele, ausgefallene Sommerpausen (aufgrund der Relegationstermine bis fast Ende Juni) sowie fehlende Planungssicherheit – im schlimmsten Fall bis zum Bezirkstag im Juli – sind sicherlich nicht im Sinne des Amateurfußballs und gilt es zu vermeiden.